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Wikis in der Grundschule

Ich halte die Idee, das Internet als Bestandteil der „grundschulischen Bildung“ aufzunehmen für durchaus sinnvoll. Das Medium Computer und das untrennbar damit verbundene Internet sind mehr und mehr fester Bestandteil unseres Alltags und somit auch des Alltags der Grundschüler. Die Kinder kommen immer früher damit in Kontakt und eine entsprechend zeitige Aufklärung kann nicht schaden.

Besonders gut finde ich die von der Autorin erwähne Unterrichtseinheit zu den Sicherheitsbestimmungen im Internet [„Ich gebe niemals meinen vollständigen Namen, meine Adresse oder meine Telefonnummer an…“]. So kann von Anfang an ein Bewusstsein für die Möglichkeiten aber auch die damit verbundenen Gefahren geschaffen werden.

Im Bezug auf Wikis in der Grundschule, fällt mein Urteil nicht ganz so eindeutig aus. Ich halte die Idee, Kinder durch das ohnehin für sie interessante Medium ‚Computer’ zum kreativen Schreiben zu animieren, für nachvollziehbar. Dennoch finde ich die Art und Weise, wie die Klasse bzw. die Lehrerin die Möglichkeiten des Wikis ausgenutzt hat, für fragwürdig. In meinen Augen sind die Beiträge zu unübersichtlich.

Statt einer Aneinanderreihung zahlreicher voneinander unabhängiger Unterseiten, würde ich die Verwendung eines Wikis mit einem Projekt bevorzugen. Angenommen wir wählten das Thema „Wald“. Hier könnten nun unendlich viele Aspekte – entsprechend des Rahmenplans, des Vorwissens sowie der Interessensgebiete der Kinder – behandelt und untereinander verlinkt werden. Jedes Kind könnte sich auf einem oder mehreren Gebieten als ‚Experte’ hervortun, es können unterschiedlichste Beiträge (Bilder, Fotos, wiki-Artikel, …) integriert werden oder einfach eigene Artikel verfasst.

Um die angesprochene Weitererzählgeschichte noch einmal aufzugreifen. Die Idee finde ich gut, jedoch halte ich es für motivierender und auch längerfristig wirksam, statt jedes Kind den „Rest“ der Geschichte erfinden zu lassen, eine gemeinsame Story zu kreieren. So gibt die Lehrerin einen Anfang vor – oder man erarbeitet diesen (je nach zur Verfügung stehender Zeit) gemeinsam – und jedes Kind hat jederzeit (wenn es beispielsweise früher mit den Aufgaben fertig ist oder auch freiwillig am heimischen PC) die Gelegenheit, ein paar (vielleicht eine vorgegebene Maximalzahl an Sätzen) Zeilen an die bestehende Geschichte anzuhängen. Oder man möchte verhindern, dass drei oder vier Kinder eine „eigene Suppe kochen“ und gibt reihum die Aufgabe (etwa als Hausaufgabenersatz für den Tag), den Plot weiterzuführen. Hiergegen spricht allerdings der Aspekt der „Freiwilligkeit“, der ja bekanntlich eine wichtige Vorraussetzung zu jeglicher Kreativität ist.

Im Ganzen gesehen, halte ich Wikis in der Grundschule für sinnvoll, bevorzuge allerdings inhaltlich eine andere Vorgehensweise als die Autorin.

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12. Juli 2008 - Posted by | Uncategorized

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