Lernen mit Blogs

Seminar Lernen2.0 mit Web 2.0

Zum Text: Jeder Leser auch ein Autor

Gemäß dem Motto „Jeder Leser auch ein Autor“ befasst sich der in der Schweiz veröffentlichte Text mit Blogs und Wikis im Zusammenhang damit, dass der Internet-Nutzer nicht nur Texte lesen, sondern durchaus auch selbst Texte verfassen kann und sollte. Da es jedoch sehr aufwändig ist, eine eigene Homepage einzurichten, ist es in Mode gekommen, auf Internetseiten zu bloggen, um eigene Beiträge ohne großen Arbeitsaufwand im Netz veröffentlichen zu können, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt – auch in Bezug auf Unterricht. Dahingehend will der Text dem Leser Entscheidungshilfen bieten, wie Blogs und Wikis genutzt werden können.

Bei einem Blog handelt es sich um eine Art „Internet-Tagebuch“, in dem andere Webseiten, aber auch Radiobeiträge oder sonstige Beobachtungen kommentiert werden. Man kann aber auch Beiträge zu seinen Hobbys oder sonstigen Themen, die einen interessieren, als Blog veröffentlichen. Jeder Beitrag kann nun wieder von jedem Internetnutzer kommentiert werden, wodurch es leicht zu einer – häufig vom Blogger selbst geführten – Diskussion kommt. Auch Experten nutzen Blogs und eröffnen online eine Expertenrunde, die jedem interessierten Nutzer zugänglich ist. Unter www.blog.ch kann man sich einen Überblick über aktuelle Blog-Beiträge verschaffen, die in der Schweiz veröffentlicht wurden. Um Blogs zu lesen, kann man die entsprechenden Webseiten öffnen oder sich sog. „Feeds“ abonnieren, die einem in regelmäßigen Abständen neue Beiträge zusenden. Zur Kennzeichnung dieser Feeds gibt es ein spezielles Symbol. Im Unterricht könnte man meiner Meinung nach Blogs als Tagebücher für bestimmte Fächer oder als Diskussionsforum einsetzen.

Im Gegensatz zum Blog ist ein Wiki eine Internetseite, auf der mehrere Autoren Beiträge für eine bestimmte Leserschaft verfassen und gegenseitig korrigieren, wobei jeder zum Autoren werden kann. Jeder Leser kann also Seiten erstellen und bearbeiten, wobei man darauf hofft, dass Fehler schnell von anderen Lesern verbessert werden. Es gibt jedoch auch geschlossene Wikis, auf die nur berechtigte Teilnehmer zugreifen dürfen. Häufig werden Wikis als Lexikon oder Enzyklopädie verwendet. Es gibt diverse Wiki-Verzeichnisse oder Wiki-Tourbus-Linien, über die man zu interessanten und für einen selbst relevanten Wikis gelangen kann. Da Wikis im Gegensatz zu den prozessorientierten Blogs eher ergebnisorientiert sind und es sich oft um eher wissenschaftliche Beiträge handelt, würde ich diese auch im Unterricht einsetzen. Die Schüler können so lernen, sich schnell einen Überblick über ein Themengebiet zu schaffen und wesentliche Dinge herauszufiltern. Zum wissenschaftlichen Arbeiten sind Wikis jedoch kaum geeignet, da die Quellen häufig unbekannt sind und es auch „schwarze Schafe“ gibt, die aus Versehen oder wissentlich falsche Informationen im Netz verbreiten. Auch zur Dokumentation oder Veröffentlichung von Projektergebnissen könnten Wikis eingesetzt werden. So würden die Schüler merken, dass sie mit ihren Texten oder Beiträgen im Internet etwas bewirken können. Auch Übungsfragen, Schülersteckbriefe oder Unterrichtsideen können in Wikis veröffentlicht werden. Geschlossene Wikis könnte man im Unterricht für eine Gruppenarbeit einsetzen, die über Wikis erstellt, aber von den Klassenkameraden nicht im Vorfeld gelesen werden soll. Man sollte allerdings darauf achten, dass weder in offenen noch in geschlossenen Wikis keine persönlichen Daten angegeben werden, da es schnell zum Missbrauch kommen kann. Auf diese und andere Gefahren, die von einer solchen Internetnutzung ausgehen, sollte man seine Schüler in jedem Fall vorbereiten und die Problematik ausführlich mit ihnen besprechen.

http://www.swisscom.com/NR/rdonlyres/FF6033D7-5E7E-41DF-833F-0D996DDE6C67
/0/SNG9_de_032_20060831.pdf

Juliane Purr

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10. Juli 2008 - Posted by | Artikelzusammenfassung

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