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Seminar Lernen2.0 mit Web 2.0

Eine kurze Zusammenfassung mit Kommentar zum Artikel „Wikipedia in der Schule“

Der Artikel „Wikipedia in der Schule“ aus dem Wikipedia-Netzwerk soll als Anregung und Leitfaden zur interaktiven schulischen Arbeit mit der Wikipedia-Enzyklopädie dienen.

Die Einsatzmöglichkeiten beginnen beim rein rezeptiven Lernen durch fachspezifische Sub-Enzyklopädien innerhalb des Wikipedia-Netzwerks, die im Falle des deutschen Netzwerks zwar erst für wenige Fächer wie beispielsweise Chemie und Politik zur Verfügung stehen, aber ständig aktiv erweitert werden – unter anderem wiederum durch andere schulische Einsatzmöglichkeiten der Enzyklopädie.

So könnte es Teil der Aufgabenstellung für ein Referat sein, dieses nach dem Vortrag zu überarbeiten und bei Wikipedia oder in einem eben dieser Sub-Netzwerke zu veröffentlichen. Dies halte ich für eine ausgezeichnete Möglichkeit die Motivation des Schülers durch die anstehende Veröffentlichung zu steigern.

Anders als bei einem Referat kann die Veröffentlichung auch das eigentliche Ziel einer Einzel- oder Gruppenarbeit sein. Das Erstellen eines Artikels mit der ganzen Klasse, die wiederum in Untergruppen für spezifische Aspekte der Problemstellung aufgeteilt werde könnte, ist ebenfalls Vorstellbar. Auch das halte ich für sehr interessant und sinnvoll, da neben dem rein fachlichen auch der soziale Aspekt der Schule zur Geltung kommt. Der Artikel wird von der Klasse als wissenschaftliches Kollektiv veröffentlicht, dem sich das Ego des Einzelnen unterzuordnen hat und welches nur durch konstruktive Kommunikation zwischen und innerhalb der Expertengruppen zu einem sattelfesten Ergebnis kommen kann. Wiederum ist die abschließende Veröffentlichung ein potenzieller Motivationsschub.

Dieses Lernmodell, bei dem der Lehrer idealerweise lediglich als Moderator fungiert, kann auch zur Festigung oder Wiederholung eines zuvor mit klassischen Methoden erarbeiteten Themas sinnvoll genutzt werden.

Da eine solche Unterrichtseinheit den Schülern vielseitige Recherchemethoden abverlangt, wäre es denkbar ein weiteres im Artikel beschriebenes Lernmodell vorzuschalten, bei dem eben diese Kompetenzen erlernt werden können. Hierzu erteilt der Lehrer einen Rechercheauftrag, der von drei Gruppen bearbeitet wird. Eine Gruppe konzentriert sich auf konventionelle Printmedien, eine zweite auf Online-Suchmaschinen, die dritte auf die Recherche mit Wikipedia. Anschließend werden die Ergebnisse zusammengetragen und Unterschiede festgestellt, die den Schülern die Vor- und Nachteile der Quellen in einer abschließenden Diskussion bewusstmachen sollen.

Mit diesem Hintergrundwissen können nun die Expertengruppen des zuvor beschriebenen Modells, die vorzugsweise jeweils aus Mitgliedern aller Recherchegruppen zusammengesetzt werden, ihre Arbeit aufnehmen.

Wie bereits angeklungen, finde ich die Lernchancen die die Wikipedia-Enzyklopädie bietet außerordentlich spannend, da sie sehr interaktiv sind und voneinander profitieren bzw. aufeinander Aufbauen. Ich halte Interaktivität für einen Kernpunkt modernen Unterrichts, getreu dem Motto „Lass es mich selbst erleben, und ich verstehe es“. Da fast alle Wikipedia-Lernformen neben dem Fokus auf Interaktivität auch soziale Kompetenzen stärken, fällt es mir schwer negative Aspekte in diesen Modellen zu finden.

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10. Juli 2008 - Posted by | Artikelzusammenfassung

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