Lernen mit Blogs

Seminar Lernen2.0 mit Web 2.0

JIM-Studie 2007

Kommentar zur
JIM- Studie 2007
Jugend, Information, (Multi-) Media

Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19- Jähriger in Deutschland

Der von mir behandelte Text beschreibt die Ergebnisse der zehnten JIM- Studie 2007 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest und vergleicht diese mit deren bereits seit 1998 zuvor untersuchten Daten zum Medienumgang 12- bis 19- Jähriger in Deutschland.
Bei der JIM- Studie wurden hierzu telefonisch eine repräsentative Stichprobe von 1204 Jugendlichen in Deutschland unter Berücksichtigung des Alters, des Geschlechts und auch der entsprechende Schulbildung befragt.
Genauer in Blick genommen wird bei der Studie zum einen die Verfügbarkeit von Medien, die Medienbindung, sowie der Stellenwert des einzelnen Mediums der Jugendlichen, als auch die problematischen Aspekte der Mediennutzung von Jugendlichen.

Im Vergleich zu den ersten Untersuchungen hat sich heute neben einer weitaus höher entwickelten Technik auch das Verhalten der Jugendlichen im Umgang mit den Medien stark verändert. Dementsprechend entfacht dieses Thema seitens der Politik, der Gesellschaft und auch vermehrt seitens der Schule vielfache Diskussionen.

Im Folgenden werde ich mich mit einigen, mir als bedeutsam erscheinenden Textpassagen auseinandersetzten.

Medien nehmen im Tagesablauf der Jugendlichen eine sehr starke Rolle ein. Ein Handy, ein eigener Fernseher, ein Mp3- Player, ein eigener Computer mit Internetverbindung und gegebenenfalls noch eine Spielkonsole und eine Digitalkamera gehören heute schon fast zu der Grundausstattung eines Haushaltes und sind somit für Jugendliche stets zugriffsbereit.
Im heutigen Medienzeitalter nimmt das Interesse der ganzen Gesellschaft an neuen Medien und deren Möglichkeiten zu, von daher ist primär auch nichts gegen das Interesse seitens der Jugendlichen einzuwenden. Die neuesten Medien gelten ja prinzipiell schon Bestandteil der heutigen Jugendkultur.
Zudem liegen meines Erachtens im Gebrauch von Medien Chancen für die Jugendlichen, unter anderem hinsichtlich Bildung und einem Austausch von Interessen.
Die Schule als Nutzungsort für Computer bleibt zwar laut der JIM- Studie eher Ausnahme als Regel, jedoch gebrauchen 53% der Befragten täglich bzw. mehrmals pro Woche den Computer für die Schule. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es hier einen Zuwachs von 7PP. ,,Fast 70 Prozent sind der festen Überzeugung, dass sich der Umgang mit dem Computer positiv auf die Schule auswirkt…” Ebenso gehen sie davon aus, dass Computerkenntnisse für ihren späteren Beruf von Bedeutung sein wird. Nach diesen Daten, scheinen schon sehr viele Jugendlichen gewisse Computerkenntnisse zu besitzen, auf welche auch in der Schule aufgebaut werden könnten.
Das Internet gibt den Jugendlichen die Möglichkeit in kürzester Zeit an eine hohe Anzahl in Informationen zu gelangen, sei es in Sachen Schule oder auch in ihren eigenen Interessensfeldern. Unter anderem durch Chatrooms, Foren, Instant Messenger, oder Blogs ist es ihnen möglich sich mit anderen Jugendlichen über ihrer Interessen auszutauschen. ,,Ein Viertel der jugendlichen Internetnutzer beteiligt sich aktiv am ‘Web 2.0’ und produziert mindestens mehrmals pro Woche eigene Inhalte eigene Inhalte, sei es durch das Erstellen von Bildern, Videos, Musikdateien oder das Verfassen von Beiträgen in Blogs oder Newsgroups.
Um den Computer in der Schule einzusetzen fehlen jedoch den Schulen oftmals die Mittel genügend PCs für den Unterricht zur Verfügung zu stellen. Bei dem Vorschlag die Schülerinnen und Schüler sich zudem zuhause beispielsweise mit Blogeinträgen zu beschäftigen sehe ich ein Problem. Zwar liegt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die einen eigenen Computer besitzen bei 67%, jedoch können solch einem Auftrag demnach immerhin 33% nicht nachgehen. Gerade die Schülerinnen und Schüler „mit geringerem formalen Bildungshintergrund haben seltener einen eigenen Computer als Gymnasiasten“.
Medien ist dennoch ein Thema, welches meiner Meinung nach in der Schule behandelt werden sollte, auch wenn man dort nicht unbedingt mit ihnen arbeitet. Hierbei sollte man jedoch nicht nur auf die positiven Elemente, die die heute Technik ermöglicht, zu sprechen kommen, sondern auch auf Probleme und Schwierigkeiten hinweisen die damit verbunden sind, wie zum Beispiel die der Verbreitung gewalttätiger bzw. pornographischer Dateien, oder die der illegalen Internetdownloads.

Gloria

Für Neugierige, hier der entsprechende link:

http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf07/JIM-Studie2007.pdf

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9. Juli 2008 - Posted by | Artikelzusammenfassung

3 Kommentare »

  1. Machen Sie doch noch einen Link auf die gelesene Studie – dann können Neugierige gleich draufklicken. Das ist ein praktisches Feature von Blogs.
    gruß
    IZ

    Kommentar von lernenmitblogs | 9. Juli 2008 | Antwort

  2. Auch ich bin der Meinung, dass gerade die Arbeit mit dem neuen Medium Computer und Internet auch in der Schule ein Teil des Unterrichts werden soll. Ebenso finde ich es schwierig den neuen wirtschaftlichen Herausforderungen (Medienkompetenz), die für die Schüler ab Eintritt in das Berufsleben gelten, gerecht zu werden, wenn 33% keinen Zugang zu einem Computer haben.
    Für dieses Problem eine Lösung zu finden dürfte schwierig werden, denn nicht jede Familie kann es sich leisten eine Internetverbindung und einen Computer bereitzustellen. Sozial schwächer gestellte werden damit stärker belastet.
    Sarah

    Kommentar von pantherophis | 9. Juli 2008 | Antwort

  3. Pantherophis,
    Sie sprechen einen ganz wichtigen Punkt an, den man auch unter „Digital Divide“ bespricht.
    Und Jenkins nennt ihn in seiner interessanten Studie über neue Herausforderungen an Lernen „Participation Gap“.
    http://digitallearning.macfound.org/atf/cf/%7B7E45C7E0-A3E0-4B89-AC9C-E807E1B0AE4E%7D/JENKINS_WHITE_PAPER.PDF

    Schule steht da vor neuen Herausforderungen und vor Schwierigkeiten wegen der Ungleichheit der Voraussetzungen. Aber müsste sie nicht GERADE deswegen den Auftrag haben, allen Kindern, gerade auch den familiär benachteiligten, die Möglichkeit zu geben, sich sinnvoll mit den neuen Technologien zu befassen?
    Und wie könnten LehrerInnen damit umgehen? Wäre es eine Möglichkeit, die Kinder miteinander lernen zu lassen, so dass sie sich gegenseitig ihr Wissen teilen und erweitern?

    Kommentar von lernenmitblogs | 10. Juli 2008 | Antwort


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